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Älteste Kirche Deutschlands: eine Liste der frühen und romanischen Kirchen von Trier bis Hildesheim

Welche ist die älteste Kirche Deutschlands? Trier, Aachen, Steinbach, Corvey und romanische Kirchen im Überblick, dazu die älteste Kirche der Welt.

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Älteste Kirche Deutschlands: eine Liste der frühen und romanischen Kirchen von Trier bis Hildesheim

Die Frage nach der ältesten Kirche Deutschlands klingt einfach und hat doch mehrere richtige Antworten. Gemeint sein kann die älteste Kirche in Deutschland als Gründung, also der Ort, an dem am frühesten ein christlicher Gottesdienstraum nachweisbar ist. Gemeint sein kann aber auch das älteste Gebäude, das heute als Kirche dient, oder der älteste Kirchenbau, der in seiner Substanz weitgehend erhalten ist. Je nach Lesart landet man in Trier, in Würzburg, in Aachen oder in einem kleinen Ort im Odenwald.

Diese Seite ordnet die bekannten Kandidaten, erklärt, worauf ihre Ansprüche beruhen, und führt über die karolingischen Bauten zu den romanischen Kirchen des 10. und 11. Jahrhunderts. Am Ende steht ein Blick über die Grenzen hinaus: Was gilt eigentlich als älteste Kirche der Welt?

Welche ist die älteste Kirche Deutschlands?

Der Trierer Dom ist der Bau, der am häufigsten genannt wird, und er hat die stärksten Argumente. Die Hohe Domkirche St. Peter steht über den Resten eines römischen Wohnbaus. Zwischen 310 und 320, unter Kaiser Konstantin, entstand hier eine erste Basilika. Unter Bischof Maximin, der von 329 bis 346 amtierte, wuchs daraus eine der größten Kirchenanlagen Europas mit vier Basiliken, einem Baptisterium und Nebengebäuden. Der sogenannte Quadratbau aus der Zeit um 340 bildet bis heute den Kern des Doms; vier monumentale Säulen aus Odenwälder Granit trugen ihn. Nach einem Brand im 5. Jahrhundert ließ Bischof Nicetius den Bau im 6. Jahrhundert wiederherstellen, heute ist dieser Teil die Vierung. Der Dom gilt deshalb als älteste Bischofskirche Deutschlands und ist die Mutterkirche des Bistums Trier.

Was man in Trier heute sieht, ist allerdings ein Bau aus vielen Jahrhunderten. Ab 1037 ließ Erzbischof Poppo den Dom nach Westen erweitern, die Westfassade gilt als typisches Beispiel salischer Architektur. Am 1. Mai 1196 wurde der Heilige Rock in den neu geweihten Altar des erweiterten Ostchors übertragen. Die Reliquie wird nur selten öffentlich gezeigt, zuletzt 1996. Seit 1986 gehört der Dom zum UNESCO-Welterbe „Römische Denkmale, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier“.

Nur wenige hundert Meter entfernt steht ein zweiter Trierer Anwärter, der die Frage verkompliziert. Die Konstantinbasilika wurde vermutlich zwischen 305 und 311 als repräsentative Palastaula errichtet, mit einem Innenraum von 67 Metern Länge, 27,5 Metern Breite und 33 Metern Höhe. Als Kirche dient sie aber erst seit dem 28. September 1856, als sie der evangelischen Gemeinde übergeben und geweiht wurde. Sie ist damit das älteste als Kirche genutzte Gebäude Deutschlands, aber keine alte Kirche im eigentlichen Sinn. Am 14. August 1944 brannte sie nach einem Luftangriff völlig aus; nach dem Wiederaufbau wurde sie am 9. Dezember 1956 erneut geweiht.

Ein dritter Superlativ liegt direkt neben dem Dom. Die Liebfrauenkirche, begonnen um 1230 und wohl um 1260 vollendet, gilt zusammen mit der Elisabethkirche in Marburg als älteste gotische Kirche in Deutschland. Wer in Trier steht, hat also drei verschiedene Antworten auf drei verschiedene Fragen in Sichtweite. Geht es um die älteste Kirche in Deutschland als Gründung, führt kein Weg am Dom vorbei; die älteste Kirche Deutschlands im Sinne eines vollständig erhaltenen Baus findet man dagegen anderswo.

Die ältesten Kirchen in einer Liste

Für einen schnellen Überblick hilft eine Liste, die die Kandidaten nach ihrer frühesten belegten Bauphase ordnet. Sie erfasst bekannte Bauten mit gut dokumentierter Geschichte und ist bewusst knapp gehalten:

  • Trierer Dom: erste Basilika 310–320, Quadratbau um 340
  • Marienkirche auf der Festung Marienberg, Würzburg: Kirche Herzog Hedans II. von 706, heutiger Bau im Kern Anfang 11. Jahrhundert
  • Pfalzkapelle des Aachener Doms: Grundsteinlegung um 795, Fertigstellung um 803
  • Einhardsbasilika in Steinbach bei Michelstadt: Baubeginn um 824, karolingische Gestalt 827
  • Westwerk von Corvey: 873–885
  • St. Georg auf der Reichenau (Oberzell): Kirchenbau um 900
  • Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode: begonnen wohl 959
  • Michaeliskirche in Hildesheim: 1010–1033

Die Liste zeigt ein Muster, das bei allen ältesten Kirchen Deutschlands wiederkehrt: Je weiter man zurückgeht, desto weniger stammt vom ursprünglichen Bau. In Würzburg etwa nennt die Überlieferung eine Kirche, die Herzog Hedan II. im Jahr 706 errichten ließ. Der heutige Rundbau auf dem Marienberg wird stilistisch aber auf den Anfang des 11. Jahrhunderts datiert, möglicherweise unter Einbeziehung älterer Teile. Die Marienkirche ist damit die älteste Kirche und erste Bischofskirche Würzburgs und das älteste erhaltene Bauteil auf dem Festungsgelände. Um 1200 erhöhte Konrad von Querfurt den oberen Tambour, nach einem Brand im Jahr 1600 ließ Julius Echter die Kuppel mit einer Laterne versehen.

Karolingische Kirchen: Aachen, Steinbach und Corvey

Mit der Pfalzkapelle in Aachen beginnt die Reihe der Bauten, die in großen Teilen noch aus ihrer Entstehungszeit stammen. Der Grundstein wurde um 795 gelegt, um 803 war der Bau fertig. Vorbild für den achteckigen Zentralbau waren byzantinische Kirchen wie San Vitale in Ravenna. Eine Randnotiz in einer Handschrift des späten 9. Jahrhunderts nennt Odo von Metz als Baumeister, Notker von St. Gallen dagegen schrieb den Entwurf Karl dem Großen selbst zu. Karl starb am 28. Januar 814 in Aachen. Von 936 bis 1531 wurden hier die römisch-deutschen Könige gekrönt. 1978 nahm die UNESCO den Dom als eine der ersten acht Stätten weltweit und als erstes deutsches Kulturdenkmal in die Welterbeliste auf.

Ein Weihedatum steht übrigens nicht fest. Angenommen wird der 17. Juli 802; die Erzählung von einer Weihe durch Papst Leo III. im Jahr 805 ist eine Legende des 14. Jahrhunderts.

Ganz anders wirkt die Einhardsbasilika in Steinbach, einem Stadtteil von Michelstadt im Odenwald. Einhard, Biograf Karls des Großen, hatte 815 von Ludwig dem Frommen die Mark Michelstadt erhalten. Um 824 ließ er die Kirche beginnen, 827 hatte sie ihre karolingische Gestalt. Gedacht war sie vermutlich als Grabstätte für ihn und seine Frau Imma; unter dem Bau liegt eine kreuzförmige Gangkrypta. Im Oktober oder November 827 kamen die Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus aus Rom nach Michelstadt, doch schon am 16. Januar 828 begann ihre Überführung nach Seligenstadt. Gerade weil die Kirche danach an Bedeutung verlor, blieb so viel karolingisches Mauerwerk erhalten: im Langhaus, im nördlichen Nebenchor und in der Krypta. Sie zählt zu den wenigen Zeugnissen karolingischer Architektur in Deutschland.

In Corvey an der Weser wurde zwischen 873 und 885 ein Westwerk nach dem Vorbild der Aachener Pfalzkapelle angefügt. Über seinen Rang gibt es unterschiedliche Formulierungen: Mal heißt es das zweitälteste erhaltene Westwerk überhaupt, mal das älteste und einzige fast vollständig erhaltene karolingische Westwerk. Unstrittig ist der Status: Seit dem 21. Juni 2014 steht „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ auf der Welterbeliste.

Romanische Kirchen: von Gernrode bis Speyer

Romanische Kirchen sind das, was viele vor Augen haben, wenn sie an alte Kirchen denken: dicke Mauern, Rundbögen, wuchtige Türme. Die Grenze zur vorangehenden ottonischen Baukunst ist fließend, und die Kunstgeschichte zieht sie nicht immer gleich.

Romanische Krypta mit gedrungenen Säulen und Kreuzgratgewölbe

In Gernrode am Harz gründete Markgraf Gero 959 ein Frauenstift; der Bau der Stiftskirche St. Cyriakus begann wahrscheinlich im selben Jahr. Als Gero 965 starb, war sie so weit fertig, dass er in der Vierung bestattet werden konnte. Nach den Restaurierungen des 19. Jahrhunderts ist die Kirche heute weitgehend wieder im Zustand des 10. Jahrhunderts und gilt als eines der bedeutendsten ottonischen Baudenkmäler in Deutschland. In ihr steht das älteste erhaltene Heilige Grab in Deutschland, dessen genaue Datierung umstritten ist.

Auf der Insel Reichenau im Bodensee ließ Abt Hatto III. um 900 die Kirche St. Georg in Oberzell anlegen. Berühmt ist sie für ihre Wandmalereien, die überwiegend in die Zeit um das Jahr 1000 datiert werden, nach anderer Auffassung bereits um 900. Seit 2000 ist die Klosterinsel Welterbe.

In Hildesheim begann Bischof Bernward 1010 den Bau der Michaeliskirche; ein Stein mit der Inschrift „MX“ gilt als Grundstein, auch wenn seine Deutung diskutiert wird. Die Krypta wurde 1015 geweiht, die ganze Kirche am Michaelistag 1033 durch Bernwards Nachfolger Godehard. Die bemalte Holzdecke mit dem Stammbaum Jesse stammt aus späterer Zeit; die Eichenbalken wurden dendrochronologisch auf Fälldaten zwischen 1190 und 1220 bestimmt. Beim letzten Luftangriff am 22. März 1945 wurde die Kirche zerstört, die ausgelagerte Decke überstand den Krieg. Der Wiederaufbau folgte den ursprünglichen Plänen, 1960 war er abgeschlossen. Seit 1985 gehört die Kirche zusammen mit dem Hildesheimer Dom zum Welterbe.

Der Speyerer Dom ist dann der große Endpunkt. Konrad II. ließ vermutlich 1025 mit dem Bau beginnen, sein Enkel Heinrich IV. ließ ihn 1061 weihen. Seit der teilweisen Zerstörung von Cluny ist er die größte erhaltene romanische Kirche der Welt, seit 1981 Welterbe. Etwas jünger ist die Abteikirche von Maria Laach in der Eifel: 1093 gegründet, am 24. August 1156 in großen Teilen geweiht. Sie gilt als eines der schönsten Denkmäler der romanischen Baukunst in Deutschland, und ihre Vorhalle, das „Paradies“, ist die letzte erhaltene ihrer Art nördlich der Alpen.

Wer romanische Kirchen in größerer Zahl besuchen möchte, findet in Sachsen-Anhalt eine eigens angelegte Route. Die Straße der Romanik wurde 1993 eingerichtet, verläuft in Form einer Acht mit Magdeburg im Zentrum und verbindet auf rund 1.200 Kilometern 88 romanische Bauten in 65 Orten, darunter Gernrode und Quedlinburg.

Alte Kirchen in Städten und Dörfern

Nicht jede alte Kirche ist ein Welterbe. Das Bild der alten Kirchen in Deutschland prägen vor allem die gotischen Stadtkirchen und die vielen Dorfkirchen, deren Erhalt oft an Fördervereinen hängt. Ein Beispiel aus Brandenburg ist der Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz, der Gemeinden bei der Sicherung denkmalgeschützter Kirchen unterstützt und Bauten wie die Dorfkirchen von Egsdorf, Frankendorf und Gahro vorstellt, außerdem die barocke Stadtkirche St. Nikolai unter dem Titel Alte Kirche Lübbenau/Spreewald. Diese Kirche entstand 1738 bis 1741 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus, Turmunterbau und Westportal stammen aus der Zeit um 1658. Ihr Fundament ruht auf Erlenpfählen, die faulten, nachdem der Grundwasserspiegel für den Braunkohletagebau abgesenkt worden war; erst 2007 war die große Außensanierung abgeschlossen.

Ein Beispiel für dichte mittelalterliche Kirchenlandschaft auf engem Raum bietet Göttingen. In der Altstadt liegen sechs Kirchen, die meisten davon gotische Hallenkirchen des 14. und 15. Jahrhunderts. Die Kirchen der Göttinger Altstadt reichen von der Marktkirche St. Johannis bis zur Paulinerkirche, die 1294 als Kirche der Dominikaner begonnen wurde. Wie sich das zu Fuß erschließen lässt, zeigt ein Rundgang durch die sechs Göttinger Kirchen, und die wechselvolle Geschichte der Paulinerkirche vom Kloster bis zum Bibliothekssaal hat eine eigene Darstellung.

Die älteste Kirche der Welt

Auch außerhalb Deutschlands hängt die Antwort davon ab, was man zählt. Als älteste archäologisch nachgewiesene Kirche gilt die Hauskirche von Dura Europos am Euphrat im heutigen Syrien. Eine Inschrift im Putz datiert sie um 232/233. Es handelte sich um ein umgebautes Wohnhaus, keinen eigenen Kirchenbau. Erhalten blieb sie, weil 256 die Stadtmauer verstärkt und die angrenzenden Häuser mit Sand verfüllt wurden. Ein französisch-amerikanisches Team legte sie in den Grabungskampagnen 1931 und 1932 frei, die Wandmalereien befinden sich heute in der Yale University Art Gallery.

Ähnlich alt ist ein Fund aus Israel. 2005 entdeckte der Archäologe Yotam Tepper nahe dem Gefängnis von Megiddo die Reste eines Gebetsraums mit einem Mosaik von rund 54 Quadratmetern. Eine griechische Inschrift erwähnt „Gott Jesus Christus“, Bilder von Fischen schmücken den Boden. Datiert wurde der Raum zunächst um 230, andere Fachleute halten eine spätere Entstehung für wahrscheinlicher. Ob er als älteste Kirche der Welt gelten kann, ist deshalb offen.

Als ältester eigens als Kirche errichteter Bau wird die Kirche von Aqaba in Jordanien genannt, 1998 entdeckt. Ihre erste Bauphase liegt zwischen 293 und 303; ein Erdbeben im Jahr 363 zerstörte sie. Und die Kathedrale von Etschmiadsin in Armenien, erbaut ab 301 und im August 303 vollendet, gilt als erste von einem Staat errichtete christliche Kirche. Seit dem 30. November 2000 ist sie Welterbe. Gemessen daran ist der Trierer Dom mit seiner ersten Basilika aus den Jahren 310 bis 320 erstaunlich nah an den Anfängen.

Glaube, Liebe, Hoffnung: Symbole in alten Kirchen

Wer alte Kirchen besucht, begegnet ihren Zeichen überall, auf Grabplatten, Schlusssteinen, Altartüchern. Drei davon gehören zusammen. Sie gehen auf den Satz aus dem 1. Korintherbrief zurück: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor 13,13). In der christlichen Ikonographie erhielt jede dieser drei Tugenden ein Attribut. Der Glaube trägt das Kreuz oder einen Kelch mit Hostie, die Liebe ein Herz, die Hoffnung einen Anker.

Der Anker hat die längste Vorgeschichte. Der Hebräerbrief spricht von der Hoffnung als einem „sicheren und festen Anker der Seele“ (Hebr 6,19). Mit seinem Querbalken unter dem Ring ähnelt der Anker zudem einem Kreuz und wurde als dessen Variante gelesen, als Sinnbild für den Tod Jesu und die daraus erwachsende Hoffnung auf Auferstehung. Deshalb steht er bis heute auf vielen Grabsteinen. Der Fisch, der auf dem Mosaik von Megiddo auftaucht, ist ein weiteres frühes Zeichen; das griechische Wort für Fisch, Ichthys, wurde als Kürzel für Christus gelesen.

Das Dreigespann aus Kreuz, Herz und Anker hat die Kirchen längst verlassen und findet sich auf Schmuck und Andenken wieder, oft als Geschenk zu Taufe oder Konfirmation.

Symbole für Glaube Liebe Hoffnung

Wie das Alter einer Kirche bestimmt wird

Dass für dieselbe Kirche oft mehrere Jahreszahlen kursieren, liegt an den Methoden. Die erste urkundliche Erwähnung sagt nur, dass es an einem Ort eine Kirche gab, nicht, wie sie aussah. Inschriften sind genauer, aber selten und oft deutungsbedürftig, wie der Hildesheimer Stein mit „MX“ zeigt. Am zuverlässigsten ist inzwischen die Dendrochronologie: Sie bestimmt anhand der Jahresringe, wann das Holz für Dachstuhl oder Decke gefällt wurde. So lässt sich die Hildesheimer Decke auf die Jahre zwischen 1190 und 1220 eingrenzen, und in Göttingen belegen Dachbalken von 1298/99, dass an der Marienkirche schon in den 1290er-Jahren gebaut wurde.

Hinzu kommt die Stilkritik, also der Vergleich von Bauformen. Bei der Würzburger Marienkirche ruht die Datierung des heutigen Baus auf genau dieser Methode. Wenn Fachleute dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, wie bei den Reichenauer Wandmalereien, bleibt eine Spanne von hundert Jahren stehen.

Für die Frage nach der ältesten Kirche Deutschlands bedeutet das: Trier liegt bei der Gründung vorn, Aachen und Steinbach bei der erhaltenen karolingischen Substanz, und welcher Bau als ältester romanischer gelten soll, hängt davon ab, wo man die Grenze zwischen ottonisch und romanisch zieht. Hans Erich Kubach etwa ordnete die Hildesheimer Michaeliskirche der Frühromanik zu, andere nennen sie ottonisch und damit vorromanisch. Auch Handschriften und Bücher helfen bei der Datierung, denn viele Klöster führten Urkunden und Chroniken, die heute in Bibliotheken liegen; einige der schönsten historischen Bibliotheken gingen selbst aus Klosterbibliotheken hervor.

Häufige Fragen

Welche ist die älteste Kirche Deutschlands?

Meist wird der Trierer Dom genannt. Unter Kaiser Konstantin entstand dort zwischen 310 und 320 eine erste Basilika, der Quadratbau im Kern des heutigen Doms stammt aus der Zeit um 340. Er gilt als älteste Bischofskirche Deutschlands. Die Konstantinbasilika in Trier ist zwar älter, wird aber erst seit 1856 als Kirche genutzt.

Was ist die älteste Kirche der Welt?

Als älteste archäologisch nachgewiesene Kirche gilt die Hauskirche von Dura Europos im heutigen Syrien, datiert um 232/233. Sie war ursprünglich ein Wohnhaus. Als ältester eigens errichteter Kirchenbau wird häufig die Kirche von Aqaba in Jordanien genannt, deren erste Bauphase zwischen 293 und 303 liegt.

Welche romanischen Kirchen in Deutschland sind besonders bekannt?

Zu den bekanntesten romanischen Kirchen zählen der Speyerer Dom, geweiht 1061 und heute die größte erhaltene romanische Kirche der Welt, die Michaeliskirche in Hildesheim, die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode und die Abteikirche Maria Laach. Speyer und Hildesheim gehören zum UNESCO-Welterbe.

Seit wann ist der Aachener Dom Welterbe?

Der Aachener Dom wurde 1978 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Er gehörte zu den ersten acht Stätten weltweit und war das erste deutsche Kulturdenkmal auf der Liste. Kern des Doms ist die Pfalzkapelle Karls des Großen, deren Grundstein um 795 gelegt wurde.

Woher kommen die Symbole Kreuz, Herz und Anker?

Sie stehen für Glaube, Liebe und Hoffnung, die drei Tugenden aus dem 1. Korintherbrief (13,13). Das Kreuz verweist auf den Glauben, das Herz auf die Liebe, der Anker auf die Hoffnung. Den Anker als Bild der Hoffnung liefert der Hebräerbrief, der von einem sicheren und festen Anker der Seele spricht.

Quellen und weiterführende Literatur

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