Die Paulinerkirche liegt dort, wo Göttingen am einfachsten zu erreichen ist: am Westrand der Altstadt, nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt. Die Postanschrift lautet Papendiek 14, 37073 Göttingen. Unter dieser Adresse befindet sich der Eingang des Kollegiengebäudes, das zusammen mit der ehemaligen Kirche und dem Gebäude an der Prinzenstraße das Historische Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek bildet. Wer zur Paulinerkirche will, sucht also kein freistehendes Gotteshaus mit Vorplatz, sondern einen Gebäudekomplex, in den die Kirche eingebunden ist.
Diese Seite beschreibt die Wege dorthin: zu Fuß vom Bahnhof, mit dem Bus, mit dem Auto und mit dem Fahrrad. Öffnungszeiten, Eintritt oder Raumvermietungen gehören nicht dazu. Diese Angaben ändern sich mit dem Programm und werden allein von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen verbindlich veröffentlicht.
Wo die Paulinerkirche in der Altstadt liegt
Die Göttinger Altstadt ist kompakt, und die Paulinerkirche steht in ihrem westlichen Teil. Hier, am Leinekanal, der die Leine durch die Stadt führte, ließen sich 1294 die Dominikaner nieder, und an dieser Lage hat sich seither nichts geändert. Der Papendiek liegt am Kanal, die Goetheallee mündet auf ihn, und ganz in der Nähe verläuft die Prinzenstraße. Dort steht das jüngste Glied des Historischen Gebäudes, ein Bibliotheksbau aus den Jahren ab 1878.
Für die Orientierung hilft eine einfache Achse. Westlich der Altstadt liegen Bahnhof und Busbahnhof, östlich der Altstadt, am Theaterplatz, das Deutsche Theater. Dazwischen spannt sich der historische Kern mit dem Markt und dem Alten Rathaus, der Fußgängerzone und den großen Kirchen. Die Paulinerkirche markiert gewissermaßen das Tor von der Bahnseite in die Stadt. Wer vom Bahnhof kommt, erreicht sie, bevor er überhaupt den Markt sieht.
Wer nach einem Ausstellungsbesuch noch einkaufen oder essen möchte, geht ostwärts in Richtung Markt und Fußgängerzone.
Zu Fuß vom Bahnhof Göttingen
Der Göttinger Bahnhof ist ein Fernverkehrsknoten. ICE-Züge verbinden ihn regelmäßig mit Frankfurt, Stuttgart, München, Hamburg und Berlin. Die Fernzüge halten vor allem an den Gleisen 9 und 10, die Regionalzüge an den Bahnsteigen 4 bis 8. Für den Weg zur Paulinerkirche ist eine Sache entscheidend: Der Bahnhof hat zwei Ausgänge, und nur einer führt in die Stadt.
Der Haupteingang liegt auf der Ostseite, zur Innenstadt hin, an der Berliner Straße. Direkt daneben befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof. Der Westausgang dagegen, unmittelbar an den Ferngleisen gelegen, führt zum Parkhaus auf der Rückseite und zur Veranstaltungshalle Lokhalle. Wer aus dem ICE steigt und dem nächstgelegenen Ausgang folgt, landet leicht auf der falschen Seite. Es lohnt sich also, kurz auf die Beschilderung zu achten.
Der Bahnhof selbst hat eine eigene Geschichte, die zum Ziel passt. Er wurde am 31. Juli 1854 mit der Strecke nach Alfeld eröffnet und gehörte zu den Bauten, die bei den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden, ebenso wie die Paulinerkirche wenige hundert Meter weiter. Die Angriffe auf Göttingen galten vor allem den Bahnanlagen; die Altstadt kam vergleichsweise glimpflich davon.
Vom Haupteingang aus ist der Weg denkbar einfach. Wenige Meter rechts vom Bahnhofsgebäude liegt eine Fußgängerampel über die Berliner Straße. Auf der anderen Seite geht es geradeaus in die Goetheallee, eine der Hauptachsen zwischen Bahnhof und Altstadt. Ihr folgt man etwa 300 Meter. An der Einmündung des Papendiek biegt man nach rechts ab, und nach rund 100 Metern steht das Historische Gebäude mit der Adresse Papendiek 14 auf der linken Seite. Insgesamt sind das nur wenige Minuten Fußweg, selbst mit Gepäck.
Ein Anhaltspunkt für Ortsfremde: Die Abzweigung in den Papendiek liegt am Leinekanal. Wer am Wasser angekommen ist, hat den größten Teil des Weges hinter sich.
Mit dem Bus
Der Zentrale Omnibusbahnhof neben dem Bahnhof ist der wichtigste Umsteigepunkt der Stadt. Hier enden die Regionalbusse ebenso wie die Stadtlinien 23 und 50, und zahlreiche weitere Linien halten, darunter die 21, 41, 42, 61, 62, 71 und 72. Vom ZOB aus gilt dieselbe Wegbeschreibung wie vom Bahnhof: über die Berliner Straße, durch die Goetheallee, rechts in den Papendiek.
Ob sich ein Umstieg in einen weiteren Bus lohnt, ist bei dieser Entfernung fraglich. Die Strecke vom ZOB zum Papendiek ist so kurz, dass man zu Fuß in aller Regel schneller ist, als wenn man auf einen Anschluss wartet. Anders sieht es aus, wenn man aus einem der äußeren Stadtteile oder aus dem Umland kommt. Dann ist der ZOB das naheliegende Ziel, und den letzten Abschnitt geht man zu Fuß.
Linienführung und Fahrpläne ändern sich gelegentlich. Aktuelle Verbindungen veröffentlichen die Göttinger Verkehrsbetriebe, die den Stadtverkehr betreiben. In deren Bussen dürfen nach Angaben der Universität Fahrräder kostenlos mitgenommen werden, was für Besucher interessant ist, die einen Teil der Strecke radeln möchten.
Mit dem Auto
Göttingen liegt direkt an der A7. Für die Paulinerkirche verlässt man die Autobahn an der Ausfahrt 73 „Göttingen“ und folgt der B3 Richtung Göttingen und Rosdorf. Die Straße heißt zunächst Kasseler Landstraße und später Groner Landstraße. Nach etwa 3,5 Kilometern erreicht man die große Kreuzung der B3 mit der B27. Hier geht es geradeaus weiter in die Groner-Tor-Straße. Danach hält man sich links und folgt dem Papendiek, einer Einbahnstraße, für rund 170 Meter. Das Historische Gebäude liegt dann auf der rechten Seite.
Die Seiten wechseln je nach Anreise, was anfangs verwirrt. Wer zu Fuß aus der Goetheallee in den Papendiek einbiegt, hat das Gebäude links; wer mit dem Auto über die Groner-Tor-Straße kommt und dem Einbahnverkehr folgt, hat es rechts. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe Haus.
Parken in der Nähe
Am Gebäude selbst stehen für Besucher keine Parkplätze zur Verfügung. Die Universität empfiehlt das Parkhaus Groner-Tor-Straße, das nahe am Historischen Gebäude liegt. Es gehört zu den Parkhäusern der Stadtwerke Göttingen, die außerdem das Parkhaus Hospitalstraße betreiben. Nach einem Bericht aus dem Jahr 2018 bietet das Parkhaus Groner Tor rund 500 Stellplätze, das Parkhaus Hospitalstraße rund 450. Groner Tor ist für die Paulinerkirche die naheliegende Wahl, weil es am westlichen Altstadtrand liegt, auf derselben Seite wie der Papendiek.
Für Menschen mit Behinderung sind zwei kostenpflichtige Stellplätze direkt am Papendiek vor dem Gebäude ausgewiesen, zwei weitere in der Prinzenstraße und in der Goetheallee. Die Universität nennt für das Parken eine Höchstdauer von vier Stunden. Wer auf einen dieser Plätze angewiesen ist, sollte bei Veranstaltungen etwas Zeit einplanen, da vier Stellplätze schnell belegt sein können.
Ehrlich gesagt ist das Auto für die Paulinerkirche selten die bequemste Lösung. Die Innenstadt ist eng, der Papendiek eine Einbahnstraße, und die Parkhäuser kosten Geld. Wer aus einer Stadt mit ICE-Halt anreist, ist mit dem Zug schneller und steigt wenige Gehminuten vom Ziel entfernt aus.
Mit dem Fahrrad
Die kurzen Wege der Altstadt kommen Radfahrern entgegen. Wer mit dem Zug anreist und das eigene Rad am Bahnhof lassen will, findet das Fahrradparkhaus am Bahnhofsplatz 3. Es liegt rechts, wenn man den Bahnhof durch den Haupteingang verlässt. Wichtig zu wissen: Räder, die außerhalb der markierten Flächen rund um den Bahnhof abgestellt werden, werden dort regelmäßig entfernt. Ein zweites Fahrradparkhaus gibt es an der Hospitalstraße; beide eignen sich auch, wenn ein Rad über Nacht oder mehrere Tage sicher stehen soll.
Wer kein eigenes Rad dabeihat, kann eines leihen. Die Universität nennt für Pendler unter anderem die Anbieter Swapfiets, MarcoBike und Call a Bike. Die Strecke vom Bahnhof zum Papendiek ist mit dem Rad allerdings so kurz, dass sich das Leihen eher für den weiteren Tag lohnt, etwa für eine Tour entlang des Walls oder zu Zielen außerhalb der Altstadt.
Was man am Ziel vorfindet
Wer am Papendiek ankommt, steht vor einem Ensemble aus drei Epochen. Das Kollegiengebäude entstand von 1734 bis 1737 auf dem Gelände des ehemaligen Dominikanerklosters, als barockes Hauptgebäude der neu gegründeten Universität. Daneben erhebt sich die Paulinerkirche, deren Bau 1304 vollendet war. Das Gebäude an der Prinzenstraße schließlich ließ die Bibliothek zwischen 1878 und 1883 errichten, ein Magazinbau folgte in den Jahren 1914 bis 1916. Zusammen bilden sie das Historische Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek. Der Eingang des Kollegiengebäudes trägt die Hausnummer Papendiek 14, und über ihn ist auch der Saal in der oberen Hälfte der ehemaligen Kirche erreichbar, wenn dort eine Ausstellung oder Veranstaltung stattfindet.
Seit dem Umzug der Zentralbibliothek auf den Campus im Jahr 1992 ist das Historische Gebäude vor allem ein Ort der historischen Forschung. Nach einer Sanierung, die die Bibliothek auf die Jahre 2000 bis 2006 datiert, sind hier ihre Spezialsammlungen vereint. Die Paulinerkirche dient seither als Saal für wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen und für Ausstellungen. Wer also eine Ausstellung oder einen Vortrag besucht, betritt einen Arbeitsort von Forschenden, keinen Museumsbau mit Kasse und Garderobe im üblichen Sinn.
Rundgänge ab dem Papendiek
Die Lage am Westrand macht die Paulinerkirche zu einem guten Startpunkt für einen Gang durch die Stadt. Von hier aus führt der Weg ostwärts in den historischen Kern, zum Markt mit dem Alten Rathaus und dem Gänseliesel. Das Rathaus trägt die Adresse Markt 9; sein ältester Kern reicht nach dendrochronologischen Befunden bis um 1270 zurück. Wer weitergeht, erreicht am Ritterplan 7 das Städtische Museum im Hardenberger Hof, einem Adelshof von 1592, und am Ostrand der Altstadt den Theaterplatz mit dem Deutschen Theater, das 1890 eröffnet wurde. Damit ist die Altstadt einmal von West nach Ost durchquert. Einen Überblick über diese Ziele gibt die Seite zu den Sehenswürdigkeiten in Göttingen.

Ein Ziel, das sich besonders anbietet, ist der Alte Botanische Garten an der Unteren Karspüle 2. Albrecht von Haller legte ihn 1736 als Heilpflanzengarten an, ein Jahr bevor die Universität in der Paulinerkirche feierlich eröffnet wurde. Wer beide Orte besucht, sieht zwei Gründungsbauten derselben Hochschule: den Festsaal der Inauguration und den Garten, der als „hortus medicus“ der Heilkunde diente. Die historischen Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen gehören bis heute dazu.
Wer sich für die Sakralbauten interessiert, kann die Paulinerkirche mit den übrigen Altstadtkirchen verbinden. Die Seite über die Kirchen in Göttingen stellt St. Johannis, St. Jacobi, St. Albani, St. Marien und St. Nikolai vor, und der Rundgang zu den sechs Kirchen der Altstadt beschreibt eine Route mit Straßennamen und Reihenfolge.
Bevor man sich auf den Weg macht, lohnt ein Blick auf die Vorgeschichte des Ortes. Dass man heute ausgerechnet durch einen Bibliothekseingang zu einer gotischen Kirche gelangt, hat mit dem Umbau zu tun, der die Kirche zwischen 1808 und 1812 in einen Büchersaal verwandelte. Die Seite zur Geschichte der Paulinerkirche erzählt, wie es dazu kam. Die Startseite bündelt alle Themen rund um den Bau.
Eines bleibt beim Spaziergang durch das Viertel auffällig: Von außen gibt die Paulinerkirche wenig von ihrer Geschichte preis. Ihre hohe Wand mit den gotischen Fenstern wirkt zwischen den Universitätsbauten beinahe zurückhaltend. Erst wer am Papendiek stehen bleibt und an der Fassade hinaufblickt, erkennt das Kirchenschiff, das sich hinter dem Gebäudekomplex verbirgt.
Häufige Fragen
Wie weit ist die Paulinerkirche vom Göttinger Bahnhof entfernt?
Nur wenige Gehminuten. Vom Haupteingang auf der Ostseite des Bahnhofs geht es über die Fußgängerampel an der Berliner Straße, dann rund 300 Meter geradeaus durch die Goetheallee. Dort biegt man rechts in den Papendiek ein; nach etwa 100 Metern liegt das Historische Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek mit der Paulinerkirche auf der linken Seite.
Wo parkt man am besten in der Nähe des Papendiek?
Direkt am Gebäude gibt es keine Parkplätze für Besucher. Am nächsten liegt das Parkhaus Groner-Tor-Straße am westlichen Altstadtrand, das wie das Parkhaus Hospitalstraße von den Stadtwerken Göttingen betrieben wird. Für Menschen mit Behinderung stehen zwei kostenpflichtige Stellplätze direkt am Papendiek vor dem Gebäude und zwei weitere in der Prinzenstraße und der Goetheallee bereit.
Welche Autobahnausfahrt führt zur Paulinerkirche?
Von der A7 nimmt man die Ausfahrt 73 „Göttingen“ und folgt der B3 als Kasseler Landstraße und später Groner Landstraße etwa 3,5 Kilometer stadteinwärts. Nach der großen Kreuzung mit der B27 geht es geradeaus in die Groner-Tor-Straße. Links halten, dann führt die Einbahnstraße Papendiek nach rund 170 Metern zum Historischen Gebäude auf der rechten Seite.
Kann man mit dem Fahrrad anreisen?
Ja, die Altstadt ist kompakt und gut mit dem Rad erreichbar. Wer mit dem Zug ankommt, kann ein eigenes Rad im Fahrradparkhaus am Bahnhofsplatz abstellen, das rechts vom Haupteingang liegt. Ein weiteres Fahrradparkhaus gibt es an der Hospitalstraße. In den Bussen der Göttinger Verkehrsbetriebe ist die Fahrradmitnahme nach Angaben der Universität kostenlos.
Wo stehen aktuelle Öffnungszeiten der Paulinerkirche?
Der Saal gehört zur Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, die ihn für Ausstellungen und Veranstaltungen nutzt. Zugangszeiten und Termine ändern sich je nach Programm. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben der Bibliothek auf ihrer eigenen Website, die auch über Barrierefreiheit und aktuelle Ausstellungen informiert.
Quellen und weiterführende Literatur
- Anfahrt Historisches Gebäude der SUB, Papendiek 14 · Georg-August-Universität Göttingen
- Bahnhof Göttingen · Wikivoyage
- Stadtwerke Göttingen würden drittes Parkhaus bauen · Zeitung für kommunale Wirtschaft
- Informationen für Pendler – Fahrradverleih und Co. · Georg-August-Universität Göttingen
- Paulinerkirche (Göttingen) · Wikipedia
- History – SUB at a glance · Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
- Alter Botanischer Garten · Georg-August-Universität Göttingen
- Göttingen · Wikipedia
- Altes Rathaus (Göttingen) · Wikipedia
- Deutsches Theater Göttingen · Wikipedia
